OVS schindet das eigene Personal aufs Härteste

Nur noch drei Tage!

Seit Monaten ist bekannt, dass die Läden von OVS nicht rentieren würden. Folge davon sind Ladenschliessungen schweizweit. Betroffen sind sämtliche 1‘180 Angestellte von OVS. Das Nachlassstundungsverfahren wurde am 30. Mai 2018 eröffnet. Parallel dazu wurde die Konsultationsverfahren eröffnet. Die Eingabefrist dazu läuft heute Mittwoch, 20. Juni 2018 ab.

Eine Farce, den gleichzeitig werden im Zweitagerhythmus Läden geschlossen. Nun ist die Filiale im Bälliz 44 an der Reihe. Vor 2 Tagen wurden die Mitarbeitenden informiert, dass die Filiale am 20. Juni 2018 die Türen dicht macht.

Anstatt das OVS dem Personal Hilfe leistet; Hilfe bei der Suche nach einer neuen Stelle; Hilfe mit Fachpersonen und einer Outplacementfirma; anstatt dass OVS den Angestellten umgehend ein Arbeitszeugnis abgibt, die Kündigungsfristen erleichtert, wird das Personal ausgepresst bis aufs Letzte.

Die Mitarbeitenden werden verschoben. Einige müssen ab Donnerstag nach Bern pilgern und noch mithelfen, die Waren zu verkaufen. Sonderangebot jagt Sonderangebot. Für das Verkaufspersonal ist dies ein riesen Stress. Die Kundschaft stürmt die Läden, das Personal muss zusätzlich von bereits geschlossenen Läden die herangekarrte Ware auslegen. Hinzu kommt der psychische Stress: niemand weiss was passiert; niemand weiss wann die ersten Kündigungen erfolgen werden? Was passiert mit langgedienten Verkäuferinnen?  Soziale Abfederungen, Abgangsentschädigungen davon ist nichts auf dem Tisch. Sozialplan? Einen solchen gibt es bis dato nicht. Geforderte Verhandlungen durch die Gewerkschaft Unia bleiben bis heute ungehört und versickern im Nichts. Funkstille bei OVS.

Die Angestellten fordern, vertreten durch die Gewerkschaft Unia umgehend Klarheit; Verhandlungen für einen Sozialplan, der den Namen verdient und fordern die Verantwortlichen für Verhandlungen an den Tisch. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens haben die Angestellten ihre Forderungen zeitig eingereicht.

Die Löhne zumindest wurden bisher bezahlt. Bleibt zu hoffen, dass die Lohnzahlungen für den Monat Juni 2018 zeitig erfolgen.

Für Rückfragen:

Judith Venetz, Leiterin Rechtsdienst

Hilmi Gashi, Co-Sektionsleiter